Kienhorst-Blatt No. 3 🌿 

vom 8.6.2026

Liebe Frauen,

heute, am 8. Juni 2026, dreht sich in unserem Newsletter alles ums Thema Connexion - Vernetzung. Viele Bäume wachsen in den Himmel, und ohne unsere Vernetzung sind wir Wohnungsakteur/innen nichts - zusammen dagegen viele, die etwas bewegen können. Handeln ist in den Zeiten gravierender Einbrüche auf dem Wohnungsmarkt, besonders in den Städten, unverzichtbar. Sei es die Berliner Linke, die
 die Blockade der "Deutsche Wohnen & Co. Enteignen"-Initiative durch die SPD anprangert, die Initiative selbst, die nun ein neues Volksbegehren vorbereitet oder die Caritas, die der Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) auf den Zahn fühlt: Viele Akteure sind alarmiert über die eskalierende Not und Ungleichheit, die das Thema Mieten und Wohnen zum sozialen Sprengstoff unserer Zeit macht.

Wir, die
Stiftung Kienhorstpark i. E., sind nur ein klitzekleines Projekt inmitten eines immer weiter anwachsenden Netzwerks von Initiativen, die die kapitalinteressengelenkte Wohnungskrise nicht hinnehmen und sich für gemeinwohlorientiertes Wohnen einsetzen.

Im 3
. Kienhorst-Blatt stellen wir euch einige von ihnen vor, mit denen wir kooperieren und die sich mit uns dafür einsetzen, dass alle Menschen, insbesondere aber Menschen in Notlagen, gleich welcher Herkunft oder Identität adäquat und selbstbestimmt leben können.

Viel Spaß beim Lesen - und vergesst nicht: In vier Tagen, am 12. Juni 2026 um 12 Uhr, findet unser
Jahrestreffen am Kienhorstpark statt. Kommt dazu und erfahrt alles über unser Projekt, was Ihr schon immer wissen wolltet !

Viele Bäume wachsen wie viele Akteure in den Himmel Freepik zu Illustration

Bericht von unserem Jahrestreffen

Eine der Füchsinnen der Fuchs-Kunstaktion aus dem Reinickendorfer Kiez, das Exemplar befindet sich in der AVA-Bibliothek West
Symbolfoto Treffen der Safe Housing for Women Group am 12.6.26 am Kienhorstpark (2. Jahrestreffen)
Der Barby-Bäcker in der Auguste-Viktoria-Alle, diesjähriger Treff der Safe Housing for Women Group am 12.6.26
Der Laden des QM, Bild aus dem Bericht Quartiersmanagement blickt zurück 06.12.2023

Am Freitag, 12.6., fand unser Jahrestreffen am Kienhorstpark statt. Weil es tröpfelte, wechselten wir vom Auguste Frauentreff – der uns wegen Bauarbeiten idyllische Gartenplätze anbot – zum benachbarten Barby-Bäcker. General Barby ist nicht pazifismusverdächtig, jedoch kein ausgemachter Kriegsverbrecher, weshalb es jüngst keine Umbenennungsaktionen gab. Der neu eröffnete Bäcker ist jedenfalls sehr freundlich und punktet besonders mit frisch gebackenem Kuchen.

Die Themen unseres Treffens waren:

  • die Vorstellung des Safe Housing for Women Projekts
  • Aktuelles aus der Stiftung Kienhorstpark i. E.
  • Ideen zur Weiterführung unseres Projekts 
  • sowie unsere lokale Vernetzung


1. Eine neue Mitstreiterin begeistert sich für unser Projekt, weil sie im Ava-Kiez wohnt und unseren Artikel im neuen Viktori-Stadtteilmagazin gelesen hatte. Sie hat Lust sich zu beteiligen - fragt sich nur wie. Da wir zurzeit eine lose WhatsApp-Gruppe mit einer Wohnungsvermietung sind, bräuchten Mitstreiter/innen, z. B. um Mieter/innen zu betreuen, eine gewählte Funktion, etwa im Rahmen eines Vereins. Dies brachte unsere Strukturen und Pläne zur Sprache (3.)
2. Derzeit beschäftigt uns der Umgang mit unseren Mietverhältnissen. Einerseits haben wir uns an das geltende Mietrecht zu halten. Andererseits legen wir Wert auf Solidarität und eine Kommunikation auf Augenhöhe, eine Gratwanderung, die nicht immer einfach ist. Doch wir tun unser Bestes, um unser Projektschiff in diesem Sinne behutsam auf Kurs zu halten.
3. Sollen wir eine Projektgruppe bleiben, wie angedacht zur Treuhandstiftung unter dem Dach der Caritas werden oder als Verein firmieren, um unseren Wohnungsbestand zu sozialisieren? Letzteres hatten wir schon überlegt, unsere Pläne scheiterten aber am Mangel an Aktiven. Wir werden unsere Zukunftsstruktur in der WhatsApp-Gruppe diskutieren, denn sie ist wichtig um wie geplant weitere Investor/innen anzusprechen (siehe Teilnahme am Projektetreffen in Stuttgart) und für unsere Finanzen.

Ohne Moos nix los wird auch das Thema unseres 4. Newsletters sein, der am 8. September 2026 auf dieser Seite erscheint.

4. Im Anschluss an unser Treffen verteilten wir Projektflyer in der Stadtteilbibliothek Reinickendorf-West, die besonders von Familien besucht wird, und beim Quartiersmanagement Auguste-Viktoria-Allee. Das dortige Team, dem wir unser Projekt vorstellten, hat uns Untersützung zugesagt beim Kontaktieren von Wohnungsbaugesellschaften, die wir für das Safe Housing for Women sensibilisieren könnten - Thema unseres 5. Newsletters vom 8.12.2026. Vorbereitend haben wir bereits eine Liste von Safe-Housing-sensiblen Wohnungsbaugesellschaften zusammengestellt und werben auch unter Mitstreiterinnen, diese anzusprechen.

That was it - we keep in touch - thank you for your interest!

Akteure, die wir wertschätzen: Die Wohnungslosen_Stiftung und ihre solidarischen Partner

Freepik-Stockfote der Fuggerei in Augsburg, wo im März 2025 die Wohnungslosen_Stiftung tagte

Solidarisches Wohnen hat eine Jahrhunderte alte Tradition. Diese zu beleuchten, war das Ziel eines besonderen Ausflugs, an dem wir im März teilhaben durften: der Besichtigung der Augsburger Fuggerei. Die älteste Sozialsiedlung der Welt, am 23. August 1521 von dem Kaufmann Jakob Fugger gestiftet, bietet 150 bedürftigen katholischen Augsburgern bis heute ein stabiles Zuhause in 142 Wohnungen gegen eine symbolische Jahreskaltmiete von 0,88 Euro sowie täglich drei Gebete (!).

Die Fuggerei war Ende März 2026 Freizeitdestination während des Augsburger Vernetzungstreffens der Wohnungslosen_Stiftung, einem der derzeit wichtigsten Akteure der bundesdeutschen Wohnungslosenpolitik. Wir nahmen daran teil und sind auch regelmäßig beim Frauensalon der Stiftung präsent - dem deutschsprachigen Zoom-Vernetzungstreffen wohnungslosigkeitserfahrener Frauen.

Die Wohnungslosen_Stiftung kooperiert mit vielen solidarischen Wohninitiativen, insbesondere der Hamburger Likedeelerei und der LSBTIQ*-Wohnraumberatung Queerhome.

Lichtpunkte in Berlin: Die BOH und UfO, die Union für Obdachlosenrechte

Die Berliner Obdachlosenhilfe BOH versorgt Bedürftige und Wohnungslose dreimal wöchentlich mit warmem Essen und Kleidung

Jede Stadt hat ihre Bündnisse gegen Armut, Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen. Sie und ihre Unterstützer/innen konnten schon manche Notlage abwenden, sind aber auch bei Protesten wie den Mahnwachen gegen Obdachlosigkeit dabei.

Ein besonderer Verbündeter ist für uns die Berliner Obdachlosenhilfe (BOH), die 

seit 2013 Hilfstouren auf Berlins Straßen durchführt, um obdachlose und bedürftige Menschen mit Essen, Getränken, Kleidung, Schlafsäcken und Hygieneartikeln zu versorgen - nur mit Freiwilligen und fast ohne Zuschüsse. Melde dich unbürokratisch an für ihre Hilfstouren am Mittwoch, Sonnabend und Sonntag!

Auch Aktive der Union für Obdachlosenrechte Berlin (UfO) sind Teil unseres Netzwerks. UfO, 2022 aus der Kritik an der damaligen Senatszählung obdachloser Menschen in Berlin entstanden, erzielte schon viele politische Erfolge wie die Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle für wohnungslose Menschen.

Die Caritas: Eine potenzielle Bündnispartnerin

Caritas-Kampagne gegen Wohnungsnot Logo

Die katholische Hilfsorganisation Caritas samt ihrem Fachverband Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) hilft obdachlosen Menschen konkret und politisch. Wir, die Stiftung Kienhorstpark i. E., stehen seit unserer Gründung 2012 in Kontakt mit der Caritas Gemeinschaftsstiftung im Erzbistum Berlin, um unser Projekt optional als Treuhandstiftung unter dem Dach der Caritas zu etablieren. Die Caritas Berlin betreibt bereits


  • Evas Obdach (Träger: SkF): Die zentrale, ganzjährige Notübernachtung für obdachlose Frauen in Berlin. Sie bietet 30 Schlafplätze, medizinische und hygienische Grundversorgung sowie sozialpädagogische Beratung.
    • Adresse: Fuldastraße 9, 12043 Berlin (Neukölln)


  • Das Frauenhaus der Caritas: Ein anonymer, akuter Schutzraum für Frauen und deren Kinder, die von häuslicher und familiärer Gewalt betroffen oder bedroht sind.


  • Evas Haltestelle (Träger: SkF): Die älteste und größte spezialisierte Tagesstätte für wohnungslose, obdachlose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen in Berlin. Bietet Mahlzeiten, Kleidung, Duschen, Waschmaschinen und Ruheräume.
    • Adresse: Müllerstraße 126, 13349 Berlin (Wedding) sowie das


  • Caritas AWH FrauenWohnen Mariannenplatz: Eine spezialisierte Anlauf- und Beratungsstelle im Rahmen der ambulanten Wohnungslosenhilfe speziell für Frauen.
    • Adresse: Mariannenplatz 12, 10997 Berlin (Kreuzberg).


Bei Evas Haltestelle ist auch das Housing First für Frauen ansässig, das obdachlosen Frauen auch mit Kindern eigenen Wohnraum mit regulärem Mietvertrag vermittelt. Es fehlen aber nach wie vor Wohnungen, weshalb sich unser Safe Housing Projekt für die Zustiftung von Second Stage Wohnraum einsetzt.

Zudem gibt es Caritas NeuRaum, ein Anschlussprojekt für Frauen und ihre Kinder als unterstütztes Übergangswohnen. Auch die Notübernachtung Franklinstraße, die die Caritas mit der Berliner Stadtmission betreibt, verfügt über abgeschlossene Bereiche und sanitäre Anlagen ausschließlich für Frauen.

Mehrere Dutzend haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Caritas gewährleisten die tägliche Betreuung, Beratung und medizinische Hilfe für geschätzt 2.500 wohnungslose Frauen in Berlin.

Unsere geplante Treuhandstiftung Kienhorstpark wird sich in Kooperation mit der Caritas auf das unbefristete Anschlusswohnen (Second Stage) in Berlin-Brandenburg konzentrieren. Ausschlaggebend für unsere Überlegungen, die Caritas Berlin als Kooperateurin zu gewinnen, ist auch das weibliche Team an ihrer Führungsspitze.

Seit 2012 ist Prof. Ulrike Kostka Direktorin und Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes Berlin. Kostka, seit 2016 Vorsitzende der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (KAGW), setzt sich aktiv gegen Wohnungslosigkeit, für bezahlbaren Wohnraum und eine verstärkte Unterstützung wohnungsloser Menschen ein. Seit 2022 wird sie von Susanne Funk, Stiftungsmanagerin und Geschäftsführende Vorständin der Caritas-Gemeinschaftsstiftung, unterstützt.


 Wissenschaft erforscht Obdachlosigkeit und soziale Ungleichheit

Wohnungslosigkeit in Europa: Karte - nur Finnland ist raus

Was wären Initiative wie die unsere und ihre Netzwerke ohne die Arbeit der Wissenschaftler/innen, die die Missstände auf der Straße und auf dem Wohnungsmarkt erfassen, analysieren und abbilden? Gemeinschaftsaktionen wie die Europäische Plattform zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit rücken den Skandal der Wohnungslosigkeit durch wissenschaftlich erhobene Zahlen, Fakten und Hintergründe von der Grauzone ins Licht. Sie agieren handlungsbegleitend, dringen auf Lösungen und bereiten diese vor.

In Deutschland gibt es zurzeit folgende Wissenschaftsnetzwerke, die das Thema Obdachlosigkeit auf die Agenda bringen:

1. Das bundesweite Forschungsnetzwerk Wohnungslosigkeit

Das Forschungsnetzwerk Wohnungslosigkeit ist eine interdisziplinäre Plattform für Forschende, die sich mit Obdachlosigkeit und ungesichertem Wohnraum im deutschsprachigen Raum befassen. In ihrem Mittelpunkt stehen moderne Forschungsansätze zu gesellschaftlichen Schnittstellen wie Gender, LGBTQIA+, Kriminalisierung und Prävention. Neben einem monatlichen wissenschaftlichen Kolloquium organisiert sich die Fach-Community über die offizielle Mailingliste beim DFN-Listserv des Netzwerks. Erkenntnisse aus diesem forschenden Autorenkreis fließen unter anderem direkt in das vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) herausgegebene Standardwerk, den offiziellen Wohnungslosenbericht der Bundesregierung.

2. Das Berliner Forschungsnetzwerk Wohnungslosigkeit und Gesundheit

Als medizinisch und versorgungsorientiert ausgerichteter Verbund untersucht das Forschungsnetzwerk Wohnungslosigkeit und Gesundheit an der Charité Berlin die physische und psychische Gesundheit betroffener Menschen. Der Zusammenschluss namhafter Berliner Universitäten und des Robert Koch-Instituts (RKI) bündelt Kompetenzen, um die Wechselwirkungen von Erkrankungen und Wohnungsverlust wissenschaftlich zu ergründen und konkrete Versorgungsstrukturen zu verbessern. Einblicke in die Arbeit der medizinischen Arbeitsgruppen sowie frei zugängliche Fachartikel bietet das Publikationsportal des Charité-Netzwerks.

3. Aktuelle Fachvorträge der BAG W Bundestagung

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. (BAG W) bündelt aktuelle wissenschaftliche und praxisnahe Beiträge auf ihrer Plattform. Im Anschluss an ihre Bundestagungen werden wegweisende Fachvorträge zu Kernfragen der Wohnungslosenhilfe veröffentlicht. Direkt öffentlich einsehbar sind praxisrelevante Analysen wie die Evaluationsergebnisse zu Housing First von Prof. Dr. Volker Busch-Geertsema sowie die Untersuchung zu Kooperationsstrukturen im Sucht- und Wohnungsnotfallhilfeprojekt SuWoKo von Anna Schröder. Eine vollständige Übersicht aller Beiträge und Foren befindet sich auf der Dokumentationsseite der BAG W.

Besonders erwähnen möchten wir an dieser Stelle das Engagement und die Forschung von Prof. Dr. Małgorzata Dorota Michling. Sie ist Professorin für Methoden der Sozialen Arbeit an der DHSN. Ihre Schwerpunkte liegen auf Wohnungslosigkeit, Notunterkünften und der Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenslagen. Ihre Forschung befasst sich mit der Professionalisierung sozialer Dienste sowie den Strukturen der Wohnungslosenhilfe, auch im internationalen Vergleich (Deutschland–Australien).

 

Ausgewählte Publikationen:

 

 


 

 

 Ein Projekt aus unseren Reihen: PAMOJA RHYTHMS – „Verkörperter Widerstand: Heilung durch Bewegung“

Motiv aus dem Pamoja Rhythms Tanz Healing through Movement

Die Initiative Pamoja Rhythms (Swahili für „Zusammen“) wurde im Juli 2025 gegründet. Sie entstand aus dem dringenden Bedürfnis, Räume für somatische Heilung innerhalb politischer Selbstorganisationskreise zu schaffen. Wir brechen die strukturelle Isolation von FLINTA*-Personen im Asylsystem auf. Diese sind aufgrund von Geschlecht, Alter und Fluchtstatus mit intersektionalen Herausforderungen konfrontiert, die ihr Wohlbefinden stark beeinträchtigen.

Unsere 3-Säulen-Basisarbeit

Unsere Aktivitäten basieren auf drei Säulen:

  1. Körperbewegung (Body movement)
  2. Lagerbesuche (Lager visits)
  3. Gemeinschaftsorganisation (Community Organizing)


Das Ziel:
Räume für Vernetzung, Solidarität und Ressourcenteilung zu fördern, Allianzen aufzubauen und langfristig selbstbestimmte Unterstützungsstrukturen zu schaffen.

Unser Ansatz und politische Arbeit

Gegen Rassismus, Faschismus, Kapitalismus und Patriarchat setzen wir auf Fürsorge, Verbindung und Widerstand.

  • Aktivitäten: Wir mobilisieren FLINTA*-Geflüchtete in den Lagern, informieren sie und vernetzen sie mit Unterstützungsdiensten.
  • Räume: Außerhalb der Lager schaffen wir Räume, in denen sich FLINTA*s ausdrücken und Werkzeuge für Resilienz und Widerstand erlernen.
  • Gemeinschaft: In Workshops bringen wir Menschen aus den Unterkünften mit Aktivist*innen aus Berlin/Brandenburg zusammen. Wir setzen auf gemeinschaftsbasierte statt staatlich verordnete Integration.
  • Selbstbestimmung: Unsere Arbeit nutzt Empowerment und Körperbewegung als Werkzeuge für Heilung. Sie ist zutiefst politisch und betont das Recht auf den eigenen Körper sowie den Kampf gegen ein isolierendes System. Wir fördern Bottom-up-Ansätze, bei denen die Betroffenen die Projektaktivitäten aktiv mitgestalten und im Mittelpunkt stehen.


Empowerment und Selbstorganisation

Unsere Lagerbesuche bieten Räume für Wissensaustausch auf Augenhöhe (Peer-to-Peer). FLINTA*s aus den Lagern erhalten hier die Möglichkeit, selbst Workshops zu ihren Fachgebieten zu leiten.

Als Peer-Aktivist*innen kennen wir den Druck einer patriarchalischen Gesellschaft und den Ausschluss von Entscheidungen. Daher legen wir großen Wert auf Selbstorganisation. Wir schärfen das intersektionale Bewusstsein und fördern einzigartige Identitäten, gemeinsame Werte sowie nachhaltige, selbstbestimmte Unterstützungsstrukturen.

Kooperationen und Finanzierung

Wir kooperieren mit dem Verein Pilot-Berlin e.V. (gegründet 2004). Dieser wandelte sich 2025 in ein feministisches, diskriminierungssensibles Gesundheits- und Bildungskollektiv um. Damit wurde er zu einer Migrantenselbstorganisation (MSO), in der die Mehrheit der Mitglieder einen Flucht- oder Migrationshintergrund hat.

Da wir aktuell keine Finanzierung haben, bieten wir unsere Workshops einmal im Monat (am letzten Freitag) kostenlos an. Dies ermöglicht die Spore Initiative, die sich für ökologische Regeneration und Wissensaustausch einsetzt. Sie stellt uns seit 2025 und bis Dezember 2026 kostenlos Räumlichkeiten zur Verfügung.

Kontakt und Anmeldung

Termine und Verschiedenes

offizielles Veranstaltungsposter Zusammen Leben Festival in Stuttgart, 19.-20.6.2026

The Future is ours! In Kürze startet das Zusammen Leben Festival in Stuttgart (19.-20. Juni 2026), auf dem wir unser Projekt vorstellen und uns mit anderen Wohnprojekten vernetzen. Möchtest du mitreisen? Dann melde dich!

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Jetzt erst recht! Räume sichern, Vielfalt schützen: Intersektionale Sozialarbeit in der frauenspezifischen Wohnungsnotfallhilfe - unter diesem Motto steht die Frauentagung der BAG Wohnungslosenhilfe e. V. (BAG W) am 28./29. September 2026 in Leipzig. Für wohnungslosigkeitserfahrene Frauen ist die Teilnahme kostenlos. Benötigst du einen Fahrt- oder Übernachtungskostenzuschuss? Dann melde dich.

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Die Selbstvertretung obdachloser Menschen e. V. lädt vom 17. bis 22. August 2026 zu ihrem Wohnungslosentreffen 2026 in Freistatt ein. Schwerpunktthema ist diesmal Familie und Wohnungslosigkeit. Anmeldungen sind ab dem 1. Juli möglich.

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-- Kleinanzeige -

Ich, Regina, eine musikliebende Berlinerin, die im Alltag eher die leisen Töne mag, suche nach wie vor einen neuen Lebensort in einer ökologisch orientierten Gemeinschaft, gerne im Tausch gegen meine Neuköllner 2-Zimmer-Wohnung. Meine Telefonnummer ist der Redaktion bekannt, schreib mich an unter [email protected].
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Soweit zum Thema Vernetzung - danke für dein Interesse! Wenn dir unser Newsletter gefallen hat, poste ihn gerne weiter. Hast du Anmerkungen oder Ideen für eigene Beiträge? Dann schreib uns an, wir freuen uns!

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 Ganz liebe Grüße,

das Redaktionsteam

Im Newsletter Kienhorstpark findest du aktuelle Ausgaben, Termine und Einblicke in unsere Arbeit. Ältere Ausgaben findest du im Archiv.